Thrombozytose

Definition

Eine Thrombozytose liegt vor, wenn die Thrombozytenzahl über 360 x 109/L erhöht ist. Man unterscheidet reaktive und neoplastische Thrombozytosen.

Klinik:
Die reaktiv bedingten Thrombozytosen erreichen selten Werte über 1000 x 109/L. Falls nicht zusätzliche Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse vorliegen, führen reaktive Thrombozytosen in der Regel nicht zu Thrombosen. Die höchsten Werte (z.T. über 3000 x 109/L ) sieht man bei der neoplastisch bedingten essentiellen Thrombozythämie aus der Krankheitsgruppe der myeloproliferativen Neoplasien. Bei dieser kann eine erhöhte Blutungs- und Thromboseneigung beobachtet werden.

Vorkommen:

Reaktiv
  • Blutungen
  • Trauma
  • Postoperativ
  • Chronischer Eisenmangel
  • Nach Splenektomie
  • Malignome
  • Chronische Infektionen
  • Kollagenosen
Neoplastisch Bei myeloproliferativen Neoplasien, insbesondere bei der essentieller Thrombozythämie